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AfD runter auf 6,2%

15.03.2015 - 22:15, AfD-OPR

Vielleicht lieber mal eine Häkelgruppe gründen, und schicke Strickmuster austauschen?

Das gegenseitige "Messer in den Rücken rammen" der Bundes- und Landesvorsitzenden und die X-te Neugründung irgendeines

politischen Flügels oder bürgerlichen Lagers oder die neuste konservative Superdemokratengruppe jedenfalls kommt beim Wähler scheinbar nicht so tolle an.

Im wöchenlichen Vergleich der Umfragen der 7 Institute zur Sonntagsfrage sinkt die AfD gegenüber der Vorwoche um 0,4%, und rauscht runter auf 6,2% - die 5 vor dem Komma konsequent im Blickfeld.

 

Noch wesentlich mieser sieht das ganze im Monatsvergleich - bezogen auf die Wahltermine - aus. Da konnte sich die AfD bisher immer darauf verlassen, dass sie direkt vor einer Wahl in den Umfragen einen neuen Höchstwert erreichte - und einen Monat nach der Wahl dann den nächsten neuen Höchstwert. Davon ist inzwischen nichts mehr zu merken. Ganz im Gegenteil - die Bremer Wahl entwickelt sich langsam zur Zitterpartie.

 

Und auch der "Zuwachs" bei Facebook in den letzten Wochen wirft ein eher bescheidenes Licht auf den momentanen Zustand der AfD

 

Alles für sich einzeln gesehen kann man sicherlich schönreden. In der Summe gesehen allerdings bringt es - hoffentlich - einige zum Nachdenken.

 

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  • Klaus Fohrmann

    Melden

    In Hamburg musste man sich doch wundern, dass es trotz Kruse noch 6,1 % geworden sind. Wenn die Kandidaten nicht wissen wer sie wählt, wird es auch in Bremen nichts.

    Der Versuch durch die Lucke-Schwester Forner Herrn Pretzell aufgrund seiner Fehler zu demontieren ergibt
    weiteres Negativpotenzial.

    Die Erfurter Resolution ist nicht eine von vielen sondern vermutlich eine der letzten vor dem sonst zu
    erwartenden Untergang der AfD.

  • Frank Damköhler

    Als Antwort auf: Klaus Fohrmann Melden

    Aktuell gibt es da wohl gerade 4 relevante "Gruppen" (?).

    Die Erfurter Initiative, dann die Gruppe in Niedersachsen (durchaus erfolgreich, wie man bei der Wahl der Landesspitze am Wocherende gesehen hat), dann die Gruppe in NRW, eine "Gruppe Renner" gibt es auch noch, und eine weitere Gruppe - Stichwort "Kreissprechertreffen" ebenfalls.

    Da ist also durchaus Bewegung in der Sache.

  • Frank

    Melden

    Ich denke es hat ganz andere Ursachen:

    Es ist zum Beispiel zu beobachten, dass die AfD seit etwa 2 Monaten kaum noch in den Medien vertreten ist. Sie wird nicht mehr in Talkshows eingeladen, es gibt nur ganz wenige Artikel in Leitmedien (Print- und Onlinepresse). Es ist seltsam. Obwohl man mit Verschwörungstheorien vorsichtig sein sollte, so drängt sich hier schon der Verdacht eines zumindest auf Chefredakteurs-Ebene abgesprochenen Konformismus der Nichtberichterstattung über die AfD auf. Selbst über Pegida wird inzwischen wieder sporadisch berichtet. Die AfD wird tunlichst ignoriert. So gab es gerade in den letzten 3 Wochen gefühlt täglich eine Diskussionsrunde zu den Themen Griechenland, Asyl- und Migrationpolitik bzw. Einwanderungsgesetz. Das sind Kernthemen der AfD, bei denen sich die Partei hätte sehr gut profilieren können. Aber man lädt sie nicht mehr ein. In den Talkshows wird dann auch von den Moderatoren und den Gästen nicht einmal das Wort AfD in den Mund genommen. Gleichzeitig darf dann auch noch die SPD dreist das Einwanderungsmodell nach Kanada als ihre eigene Forderung verkaufen, obwohl das die AfD seit dem Bundestagswahlkampf 2013 fordert und dafür von den etablierten Parteien teils als fremdenfeindlich und rechtsextrem gebrandmarkt wurde. In Sachen Griechenland hätte es genügend Gelegenheiten für die Medien gegeben, die AfD in den politischen Diskurs mit einzubeziehen. Das einheitliche Abstimmungsverhalten der Bundestagsparteien bei der Verlängerung des Griechenland-Hilfspaketes schrie hier förmlich nach einer oppositionellen Gegenmeinung. Man sendete nichts. Kein Interview bei den Tagesthemen oder im heute-Journal. Keine Einladung in die entsprechenden Talkshows. Doch, ein einziges Mal bei phoenix im Tagesgegespräch, aber das war es dann auch.
    Warum ist das wohl so?

  • Frank Damköhler

    Als Antwort auf: Frank Melden

    Ich glaube, da muß man trennen.

    Die von Ihnen angesprochenen Punkte sehe ich genauso. Nachdem man uns zwei Jahre lang für unsere im Parteiprogramm angesprochenen "Lösungsansätze" beim Thema Euro und Asylpolitik - sowohl durch die anderen Parteien, als auch größtenteils durch die Medien - schlichtweg zu Aussätzigen Rechten bis Nazis erklärt hat, bricht bei beiden Themen das so mühsam aufrechterhaltene Lügengebäude auf einmal krachend in sich zusammen - und sowohl die anderen Parteien als auch die Medien sind um Schadensbegrenzung bemüht.
    Da liegt es dann wohl in der Natur der Sache, dass man in solchen Fällen nicht offen zugibt, dass man 4 Jahre lang schlichtweg Müll erzählt hat, sondern man fängt an zu relativieren .... und eigentlich hat man das ja immer schon so gesehen ... und das sich das jetzt so schlimm entwickelt konnte ja keiner ahnen ... usw usw usw ...
    Und NATÜRLICH wird jetzt genau derjenige, der als erstes ganz offen den Finger in die Wunde gelegt hat, ignoriert - weil man ja sonst eben nicht mehr so tun könnte, als ob die Entwicklungen jetzt so völlig unvorhergesehen gekommen sind, und überhaupt niemand damit hätte rechnen können.

    Das ist die EINE Seite der Entwicklung.

    Unabhängig davon läuft aber seit einer Weile diese komplett gegenläufige Entwicklung der AfD selber, was eben die Umfragewerte, Mitgliederzahlen, Facebooklikes usw. betrifft. Eine gewisse Beeinflussung durch die im Punkt 1 genannten Dinge will ich da sicherlich nicht ausschließen - aber ich merke ja selber, was bei mir im Kreisverband oder sogar im Landesverband los ist - und bin deswegen im Moment eher äußerst unsicher, ob da der "innere Zustand" der AfD selber nicht doch die größere Rolle spielt. Im Moment jedenfalls mache ich mir ernsthaft Gedanken, ob wir in Bremen die 5% schaffen.

  • Frank

    Melden

    In Bremen wird die AfD einziehen und die 5%Hürde schaffen. Die Wahlbörsen PESM und Wahlfieber.de sehen die AfD bei rund 6%. Das ist realistisch, allerdings ist BIW in Bremen auch noch und die FDP hat wieder eine junge hübsche Frau...

  • Ivan de Grisogono

    Melden

    Für Bremen sehe ich es nicht so gut. 5% sind nicht wahrscheinlich. Was in NDS ablauft wird in Bremen nicht gut ankommen.
    Eine rechts-nationale Gruppe hat sich erfolgreich plaziert (8 von 11 Vorstsndsmitglieder). Herrn Hampels Position ist schon lange bekannt. Wir sollen aber nicht vergessen es waren nur 170 Mitglieder von ca. 2000! So ein Ergebniss sagt wenig aus was Niedersachsen denkt!

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