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AfD bei fast 7% - oder doch schon 10?

21.09.2014 - 20:45:00, AfD-OPR

Unmittelbar nach den drei sehr erfolgreichen Landtagswahlen ist die AfD bei der Sonntagsfrage im Durchschnitt bei den relevanten Umfrageinstituten weiter leicht nach oben geklettert, und liegt aktuell bei 6,9%.

Da, wie schon zur Wahl in Sachsen, auch bei den Wahlen

in Brandenburg und Thüringen die Umftrageinstitute meilenweit neben den tatsächlichen Ergebnissen gelegen haben - und auch außerhalb ihrer eigenen Fehlertoleranzen, kann man inzwischen wohl durchaus darüber spekulieren, wie "seriös" die Umfragewerte der entsprechenden Institute für die AfD eigentlich sind. Es könnten - wenn man die Fehler der drei Landtagswahlen nimmt - also inzwischen auch schon gut 10% sein.

Auch bei Facebook ging es diese Woche mit einem Zuwachs von fast 1.700 Likes wieder kräftig nach oben.

Bis zur Wahl in Hamburg - 15. Februar 2015 - wird man sehen müssen, wie sich das weiter entwickelt.

 

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  • Konsi

    Melden

    Mitglieder­zahl 19.225

    (Stand: 15. September 2014)

  • Frank Damköhler

    Als Antwort auf: Konsi Melden

    Danke für die Info.

    Ziemlich "mühseliger" Anstieg - trotz der gewonnenen Wahlen.
    Da wird es bis zur 20.000 wohl noch ein Weilchen dauern.

  • Thomas Vorländer

    Als Antwort auf: Frank Damköhler Melden

    Herr Damköhler, die absolute Mitgliederanzahl sagt nichts Gutes oder Schlechtes aus. Tendenziell mögen mehr Mitglieder ein Vorteil sein, aber sehen Sie sich die Piratenpartei an: Die wurde nach ihrem Bekanntwerden (Wahlerfolg in Berlin und dann in mehreren anderen Ländern) von Spinnern überrannt und hat jetzt glaube ich überall in Deutschland mehr Mitglieder als die AfD, aber viel schlechtere Ergebnisse.

  • Frank Damköhler

    Als Antwort auf: Thomas Vorländer Melden

    Bei der "Nichtaussage" der Mitgliederzahl bin ich eigentlich sogar ihrer Meinung, wenn es um die Politik geht. In anderen Punkten halte ich allerdings eine hohe Mitgliederzahl - speziell am Anfang der Partei - für EXTREM wichtig - und zwar wenn es um die Schweigespirale geht, oder uns als spinnerte rechtsextreme durch die Medien zu zerren. Mit nur 3 oder 5.000 Mitgliedern wäre das wahrscheinlich gelungen, und medial "in Schach" zu halten.

  • Thomas Vorländer

    Als Antwort auf: Frank Damköhler Melden

    Das ist ein sehr gutes Argument. Meine Sorge bei Neumitgliedern ist nur dass diese eventuelle gerade eintreten wollen, weil sie medial bedingt eine falsche Vorstellung von der Partei haben. Jeder einzelne Typ der mit einer dummen Aussage auffällt kann im Internetzeitalter immensen und lang anhaltenden Schaden anrichten und den falschen Eindruck noch verstärken. Was Neu-Mitglieder anbelangt sind mir also zweihundert "Normale" lieber als zweitausend schief Gewickelte.

  • Thomas Vorländer

    Als Antwort auf: Frank Damköhler Melden

    Was die Umfragen betrifft so können diese falsch gewesen sein (weil man aus den Befragten das richtige Ergebnis nicht abschätzen konnte); es kann aber auch sein dass sich viele Angerufene am Telefon nicht zur AfD bekennen wollten. Entweder weil sie Angst vor Überwachung haben oder weil sie nicht mit der Partei in Verbindung gebracht werden wollten. Wenn das so ist dann dürften auch die bundesweiten Umfragen unter dem richtigen Wert liegen, es sollte einem aber zu denken geben.

  • Frank Damköhler

    Als Antwort auf: Thomas Vorländer Melden

    Die Ungenauigkeit der Umfagen zur BTW und EUW waren schon relativ deutlich - habe ich aber noch der Unsicherheit der Institute selber, wie man eine neue Partei bewertet, zugeschrieben - und SO weit weg lagen die Prognosen (im Durchschnitt) ja nun auch nicht.

    Die Fehler bei den Landtagswahlen lagen dann allerdings auch noch über der "Fehlermarge", die die Institute für sich selber als "Qualitätsmerknmal" in Anspruch nehmen.

    Wie kann man bei allen drei Wahlen um jeweils 2,5 bis 3% danebenliegen?

  • Thomas Vorländer

    Als Antwort auf: Frank Damköhler Melden

    Den Umfrage-Instituten bin ich auch sehr misstrauisch gegenüber. Ich weiß aber dass es in anderen westeuropäischen Ländern oft vorkommt, dass Parteien, die systematisch in eine Ecke gestellt werden (ob zu Recht oder zu Unrecht), bei Wahlen oft besser abschneiden als in den Umfragen. Ich kenne das von UKIP bis Wilders. Das liegt daran dass einige Menschen sich nicht zu den Parteien bekennen wollen und ihre Sympathie nur dort ausdrücken, wo es ankommt: in der Wahlkabine. (Wird fortgesetzt.)

  • Thomas Vorländer

    Als Antwort auf: Frank Damköhler Melden

    Statt also ohne Beweis den Instituten etwas zu unterstellen (was nichts verbessern wird), sollten wir uns fragen ob die Strategie die AfD zu diskreditieren teilweise geglückt ist. Wer sich nicht zur Partei bekennen will wird auch weniger andere Menschen auf sie aufmerksam machen und überzeugen. Wir sollten uns Gegenstrategien überlegen, z.B. die Bekenntnisse in der Mitgliederbefragung (Demokratie, rechtsstaatliche Ordnung etc.) auf der Parteihomepage besser verfügbar zu machen.

  • Konsi

    Melden

    Zu den genannten Argumenten sei - in aller Kürze - hinzugefügt:

    1. Instute bedürfen gewisser Erfahrungswerte, um insbesondere neue Parteien einschätzen respektive die Rohdaten annähernd adäquat gewichten zu können. Und zwar auch für die unterschiedlichen administariven Level der Wahl.

    2. Parteien, die - ob zu recht oder unrecht aus Sicht ihrer Mitglieder - als rechts von der Mitte verortet werden, haben westeuropaweit einen überproportionalen Anteil von männlichen Jungwählern. > Fortsetzung

  • Konsi

    Melden

    Ein signifikant hoher Anteil dieses Teil-Elektorats verfügt über keinen Festnetzanschluß und ist daher unterrepräsentiert.

    3. Stichwort "Soziale Erwünschtheit". Teilnehmer wissen um die Stigmatisierung "ihrer" Partei und anworten nicht ehrlich.

    4. Wohl der wichtigste Grund: Volatilität und Spätentscheider. Abnehmende längerfristige Bindungen sowie Entscheidungsfindung bis hin in die Wahlkabine erschweren eine Voraussage.

    @Vorländer Afd rockt Deutschland! Sie verstehen? ;-)

  • Frank

    Melden

    Forsa sieht die AfD heute bundesweit (!) bei 10%. Haben die ihren Artikel etwa gelesen?;)

  • Frank Damköhler

    Als Antwort auf: Frank Melden

    Hab ich auch schon überlegt. Glaubs aber eher nicht ... :)

  • Annica

    Melden

    Ich mache mir keine Sorgen um Umfragewerte-die stimmten noch nie,können sie auch nicht.
    Ich hoffe nur dass unsere Vertreter in den Landtagen die Richtigen sind.DAS ist meine größte Sorge.Denn bei so manchem Statement aus den eigenen Reihen denke ich schon: Fremdschämen und beten ist angesagt:
    Gott,lass Hirn vom Himmel regnen.Verzeihung,das musste mal gesagt werden.

  • Frank Damköhler

    Als Antwort auf: Annica Melden

    Da liegt es dann an uns als "Basis", darauf entsprechend zu reagieren, bzw. die Möglichkeiten zu schaffen, dass entsprechende "Basismeinungen" überhaupt erst einmal ernst genommen bzw. gehört werden.

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