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Brüdigam: Rentenkollaps abwenden

20.02.2015 - 11:15 Uhr, AfD-OPR

Mit einer "verpflichtenden kapitalgedeckten Zusatzrente als Staatsfond" für alle will die AfD den drohenden Kollaps des Rentensystems abwenden.

Mit einem nach der Kinderzahl gestaffelten Beitrag kann

das Alterseinkommen sicherer werden. Dabei sollen Familien mit mehreren Kindern eindeutig besser gestellt werden. Gegenüber Kinderlosen reduziert sich die Zahlung mit jedem Kind um ein Drittel.

"Unsere kinderarme Gesellschaft bildet eine Ursache für die Schieflage unseres Rentensystems", sagt Verena Brüdigam, Mitglied des Bundesvorstandes der AfD. Sie schlägt vor, das Parteiprogramm der AfD um diesen wichtigen Punkt der "verpflichtenden Zusatzrente für alle" zu ergänzen.

Dies sei ein Modell, das im Rahmen des Programmprozesses derzeit diskutiert wird. Schon heute ist klar: Eine Geburtenrate von 1,3 Kindern pro Frau reicht nicht, um unsere Gesellschaft abzusichern. Junge Menschen, die ins Berufsleben starten, werden schon bald drei Rentner finanzieren müssen. Zudem sollten sie ja eigentlich für die eigene Rente ansparen. Das aber ist nicht möglich, denn das deutsche Rentensystem ist kein Ansparmodell, sondern stellt einen umlagefinanzierten Generationenvertrag dar.

Doch die drohende Finanzierungslücke kann abgewendet werden. Das Zusatzrenten-Modell mit Kinderbonus der AfD will Familien finanziell entlasten, um Gerechtigkeit wieder herzustellen. Versicherungsmathematiker haben errechnet, dass jede deutsche Familie eigentlich drei Kinder haben muss, um das Rentensystem stabil zu halten. Daher reduziert sich die verpflichtende Zusatzrente um ein Drittel pro Kind. Denn, wer keine Kinder hat, dem stehen auch mehr finanzielle Mittel zur Alterssicherung zur Verfügung.

"Eine Familie, die den Generationenvertrag mit ausreichend Kindern sichert, wird nach unserem Modell vom Staat belohnt", so AfD-Vorstandsmitglied Brüdigam. Der AfD-Vorschlag verpflichtet alle, für ihre Zusatzrente vorzusorgen. Der dazu notwendige Beitrag kann dabei durch eigene Kinder bis auf Null reduziert werden. "Nur so können wir den demografischen Wandel abfedern, Altersarmut verhindern und sicherstellen, dass wir die Jungen nicht weiter überfordern", ist sich Brüdigam sicher.

 

 

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  • Frank Damköhler

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    Die folgende Pressemitteilung der AfD habe ich eher "pflichtgemäß" veröffentlicht, da ich persönlich bei einem SO wichtigen Thema deutlich weitergehende Informationspflichten von Fr. Brüdigam sehe.

    In der jetzigen Form erinnert mich das - sorry - an eine typische Pressemitteilung der Grünen zum Thema Energie, so nach dem Motto: Wir schalten heute alle Kraftwerke ab, bauen morgen alles mit Solaranlagen voll - und voila - übermorgen ist die Welt gerettet ...

  • A.W.Kläring

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    Hier wird das Pferd vom hinten aufgezäumt.Mal davon angesehen das alles nur Theorie ist,sollte der Ansatz,wenn man denn etwas andern möchte,ein völlig anderer sein.Deutschland muss kinderfreundlicher werden.Das fängt bei mehr Betreuungsangeboten für Kinder an (plus längerer Betreuungszeiten) und geht weiter bei der allgemeinen Einstellung Kindern gegenüber.Warum sinkt der Wunsch,Kinder zu bekommen?Man könnte denken,dass es so ist.Ich vermute das Gegenteil.Viele Menschen sehen keine ausreichenden Voraussetzungen in ihren wirtschaftlichen Verhältnissen.Das sollte uns doch zu denken geben,oder?Ein weiterer Punkt:Die Wirtschaft muss mitziehen. Die Arbeitszeiten müssen familienfreundlicher werden, genau wie die Einstellung Familien gegenüber.Singles und Frauen jenseits der Menopause werden bevorzugt eingestellt . (Weiß ich aus eigener Erfahrung!)Es ist somit ein Zusammenspiel vieler Faktoren, das kann nicht Politik alleine stemmen und erst recht keine Einzelne Partei.

  • A.W.Kläring

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    Mist,soviele Schreibfehler.Kommt vom Schreiben mit dem Handy.Naja,ich denke es ist trotzdem klar,was ich meine.

  • A.W.Kläring

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    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/interview-collier-zuwanderung-fluechtlinge

    "Collier: Länder wie Deutschland sollten sich zuallererst die Frage stellen: Warum werden hierzulande so wenig Kinder geboren? Was machen wir falsch? Sind die Wohnungen zu teuer, was stimmt sonst nicht? Dann: Wie schaffen wir es in einer alternden Gesellschaft, dass mehr Menschen arbeiten und vor allem: dass sie länger arbeiten? Erst wenn diese Fragen gelöst sind, sollten wir an Zuwanderung denken."

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