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Alexander Gauland zur Standortdebatte

11.09.2014 - 13:30, AfD-OPR

Man kennt es ja aus Sachsen: Frauke Petry hat Zustimmung zu bestimmten einzelnen Positionen der Linken geäußert - und schon wurde durch die Presse vermeldet: Petry will Linke tolerieren.

2 Tage später wird bekannt, dass ein ehemaliges Mitglied

der NPD seine vorherige Mitgliedschaft verschwiegen hat, und deswegen jetzt ein Ausschlußverfahren geprüft wird - und die Presse ist ganz empört, und bläst mit "Sachsen-AfD wird von ehemaligen NPDlern unterwandert" zum Angriff.

Da der gleiche Unsinn auch gerade in Brandenburg in Fahrt kommt, erklärt Alexander Gauland, Spitzenkandidat für Brandenburg und stellvertretender Sprecher der Alternative für Deutschland:

Zur Debatte um Mitgliedschaft und Kooperation mit anderen Parteien: Die Kritik an der Euro-Rettungspolitik der Regierung ist nach wie vor unser Kernthema. Aus diesem Grund ist auch eine Zusammenarbeit mit der Union auf Bundesebene solange nicht möglich, wie sie an ihrem Rettungsirrweg festhält.

 

Die Linke hingegen kritisiert die Rettungspolitik in gleicherweise wie die AfD. Die Gründe und der daraus folgende Weg sind jedoch sehr unterschiedlich. Daher schließe ich eine generelle Zusammenarbeit mit der Linken aus - punktuell wären vereinzelte Absprachen jedoch nicht vollkommen undenkbar.

 

Ich habe mich - wie zur vergangenen Bundestagswahl auch - mit verschiedenen Briefen an die Wähler aller Parteien und an die Nichtwähler in Brandenburg gewandt, denn unsere vernunftorientierten Positionen erlauben uns den Anspruch, eine kleine Volkspartei zu sein und nicht nur ein Lückenbüßer für frustrierte Wähler der Altparteien.

 

Ich habe mich ausdrücklich nicht an Menschen mit rechtsextremem Gedankengut gewandt. Diese haben in unserer Partei nichts verloren. Allerdings möchte ich jedoch niemandem die Mitgliedschaft in der AfD verweigern, nur weil er kurzfristig Mitglied in der Partei "Die Freiheit" gewesen ist und ihn damit für sein ganzes politisches Leben von einer Mitwirkung bei uns auszuschließen. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit muss auch in diesem Bereich gewahrt bleiben.

 

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