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Wer meint was in der Parteispitze?

09.12.2014 - 19:30, AfD-OPR

Nach einiger Zeit des Schweigens  (Abwartens) machte Fr. Petry den Anfang - und gestern und heute hat dann auch der Rest der Parteispitze nachgezogen.

Wodurch nun verbindliche Aussagen von Fr. Petry, Hr. Adam und Hr. Lucke vorliegen - den drei Sprechern der Partei.

 

 

Frauke Petry, am 03.12.2014 - Facebook, Junge Freiheit

Auch in Dresden ist es das gute Recht eines jeden Bürgers zu demonstrieren und friedlich sein Anliegen öffentlich zu machen. Blockaden dagegen sind Straftaten, die von der Polizei konsequent unterbunden werden müssen.

Die Montags-Demonstrationen in Dresden sind friedlich, wurden aber am 1. Dezember erstmals blockiert. Es ist rechtsstaatlich nicht zu vertreten, dass der sächsische Innenminister Ulbig die Anliegen der Bürger denunziert, indem er die Veranstalter der Großdemonstration als Rattenfänger verunglimpft.

 

Konrad Adam, am 09.12.2014 - n-tv

n-tv.de: In Dresden waren am Montag 20.000 Menschen auf der Straße. 11.000 für Pegida und 9000 Gegendemonstranten unter dem Motto "Dresden für alle". Welcher der beiden Veranstaltungen fühlen Sie sich eher verbunden?

Konrad Adam: Der Pegida-Demonstration. Die kulturell-historische Dimension ist mir wichtig. Ich bin ein Liebhaber der europäischen Kultur und schätze besonders die Literatur. Ich bin stolz drauf, was für einen Beitrag Europa zur Menschen- und Grundrechtsdebatte geleistet hat. Dieses Erbe möchte ich verteidigen.

 

Hans-Olaf Henkel, am 09.12.2014 - Tagesspiegel

„Ich hielte ich es für einen Fehler, wenn sich die AfD als Partei diesen Demonstrationen anschließen würde“, sagte Henkel dem Tagesspiegel.

Es sei nicht auszuschließen, dass die Pegida-Proteste einen „ausländerfeindlichen oder gar rassistischen Beigeschmack bekommen“, sagte Henkel zur Begründung.

Statt sich an den Pegida-Demonstrationen zu beteiligen, wäre es besser, „sich individuell zu engagieren, indem man zum Beispiel Amnesty International beitritt oder in seiner Nachbarschaft bei entsprechenden islamischen Familien für Aufklärung sorgt“, sagte Henkel weiter.

 

Bernd Lucke, am 09.12.2014 - eigene Internetseite

Viele Menschen in Deutschland machen sich berechtigte Sorgen über die Ausbreitung von radikalem islamistischen Gedankengut, in dem Gewalt gegen Andersdenkende gebilligt wird, Frauen und Mädchen ihrer natürlichen Rechte beraubt werden oder die Anwendung der Scharia verlangt wird.

Dass Bürger diesen Sorgen in gewaltlosen Demonstrationen Ausdruck verleihen, ist gut und richtig. Es ist ein Zeichen dafür, dass diese Menschen sich in ihren Sorgen von den Politikern nicht verstanden fühlen und es ist ein Ansporn für alle Politiker, entschlossener als bislang zu handeln, wenn der politische Islamismus unseren Rechtsstaat herausfordert und in Frage stellt.

Dass die Pegida-Demonstranten ausschließlich friedlich für ihre Ziele geworben haben, ist sehr zu begrüßen. Da zentrale abendländische Werte die Rechtsstaatlichkeit, die Toleranz und die Religionsfreiheit sind, darf die Pegida-Bewegung keinen Zweifel daran lassen, dass sie mit der Verteidigung des Abendlandes die Verteidigung genau dieser Werte anstrebt.

 

Alexander Gauland, am 09.12.2014 - MAZ

An der Veranstaltung am Abend des 08.12.14 in Dresden haben auch viele Mitglieder und Unterstützer der Alternative für Deutschland teilgenommen. Auch Mitglieder des Brandenburger Landesverbandes waren dabei. Sie berichten über ein vorwiegend bürgerliches Publikum, ganze Familien, die mit Ihren Kindern an dem friedlichen Protest teilgenommen haben.

Dazu erklärt der Fraktions- und Landeschef der AfD in Brandenburg, Dr. Alexander Gauland: „Ja, wir stellen uns ganz klar hinter PEGIDA. Aber ich will auch ganz deutlich machen, dass wir uns nicht an die Spitze der Bewegung stellen. Wir sind ganz bestimmt nicht der „parlamentarische Arm“ der PEGIDA, wie vereinzelt schon vermutet wurde. Und doch sind wir mit vielen der Ziele weitgehend einverstanden.

 

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