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Gastkommentar von Alexander Dilger (AfD-NRW)

19.02.2015 - 13:00 Uhr, AfD-OPR

Im Grunde könnte ich jetzt täglich über das griechische Drama bloggen. Allerdings handelt es sich um eine ständige Wiederholung:

Die "Griechische Regierung fordert immer mehr", und alle

anderen europäischen Regierungen und Institutionen wollen zukünftig nur dann etwas geben, wenn die neue griechische Regierung sich an die Verträge und Vereinbarungen hält, die ihre Vorgänger eingegangen sind.

Dabei ist klar, dass das nicht ewig so weitergehen kann. Selbst die “Notenbanker verlieren den Glauben an Griechenland”, obwohl sie jetzt noch einmal weitere Kredite im Umfang von 3,3 Milliarden Euro genehmigt haben nach 5 Milliarden erst letzte Woche.

Entweder wird Ende des Monats oder Anfang März noch schnell ein fauler Kompromiss geschlossen oder der Grexit, also der Austritt Griechenlands aus der Eurozone inklusive offenem Staatsbankrott, ist unausweichlich.

Die Bundesregierung will ganz offensichtlich den faulen Kompromiss. Der würde darin bestehen, dass die griechische Regierung ein letztlich unverbindliches Bekenntnis zu ihren ohnehin bestehenden Verpflichtungen abgibt und dafür viele Milliarden Euro erhält. Eigentlich ist das ein gutes Geschäft für Griechenland, echtes Geld für falsche Worte zu bekommen. Warum zögert die Regierung dann noch? Sie könnte auf noch mehr Geld hoffen, hat dafür ihre Verhandlungsposition aber vermutlich bereits überreizt. Mangels Regierungserfahrung könnten sich die Herren auch wirklich an ihr Wort gebunden fühlen und deshalb nicht so stark verpflichten wollen.

Weiterhin ist es möglich, dass sie ihren Wählern ein Zurückrudern inzwischen nicht mehr erklären können. Schließlich halte ich es für denkbar, dass der Grexit eigentlich schon beschlossene Sache ist und nur noch die Schuldfrage geklärt werden muss (idealerweise so, dass jeweils die andere Seite verantwortlich gemacht werden kann).

In wenigen Tagen wissen wir, ob es doch noch einen faulen Kompromiss gibt und EU wie Eurozone so weiterwurschteln wie gewohnt oder ob es zum Grexit kommt, auf den ich bereits gewettet habe.

Link zum Webblog des Autors

 

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  • A.W.Kläring

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    Wenn es um die Frage geht:Neue Kredite gegen die Einhaltung der einst geschlossene Verträge sage ich:Ne,das wird nicht passieren.Deshalb wurde diese Partei doch gewählt.(Um das zu verhindern).Das griechische Volk würde die doch lynchen.;-) Einen Schuldenschnitt wird es sicher auch nicht geben,weil alle anderen Betroffenen gleich "wir auch " schreien werden.Was bleibt also noch übrig?Ich wette auch auf den Ausstieg.

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